Für den gemeinsamen Lernprozess stellten wir eine siebenköpfige Projektgruppe von erfahrenen Expert:innen aus unterschiedlichen Fachbereichen wie Naturpädagogik, Kunst, Tanz und Organisationsentwicklung zusammen. Wichtig war uns eine möglichst breite Vielfalt an Erfahrungen und Methodenkompetenzen sowie Offenheit für ko-kreative Prozesse.

Anfang Sommer 2026 trafen wir uns für zwei Lern-Labors und entwickelten Ideen für innovative Workshop-Formate zu Naturverbundenheit und Krisenresilienz.
Der Prozess war ein Experiment. Wir starteten mit dem Teilen unserer vielfältigen Erfahrungen und dem gemeinsamen Ausprobieren. Obwohl wir noch nie zusammengearbeitet hatten, gelang es uns auf Anhieb, einen kreativen Flow zu schaffen. Die besonderen Veranstaltungsorte Kulturhof Nennigkofen und Anam Bona bei Guggisberg unterstützen uns dabei. Von Anfang an tauchten wir tief ein in die besondere Atmosphäre dieser Orte.



Was machte die Magie unseres kollektiven Prozesses aus? Es waren wohl viele Faktoren. Sicherlich war es entscheidend, dass wir uns konsequent an den Prinzipien „Learning by Doing“ und „stay in the question & live into the answer“ orientierten. Wir testeten von Anfang an konkrete Übungen und lernten durch eigenes Erleben.
Beim ersten Lern-Labor starteten wir damit, ein “Buffet” unseres Methodenwissens zu erschaffen. Jede Expert:in bekam Raum, Elemente aus ihrem Erfahrungsschatz einzubringen und konkrete Übungen aus ihrer Praxis mit der Gruppe zu teilen. Wir schöpften wahrlich aus dem Vollen: gemeinsam spielten wir mit Ansätzen aus Theaterpädagogik, Performance, Continuum Movement, Tanzimprovisation, Wildnispädagogik, Waldbaden und zyklischen Vorgehensweisen wie Dragon Dreaming und Gaia-Prinzip und Ritualarbeit.


Die wilde Mischung an Methoden, energetischen Qualitäten und persönlichen Fähigkeiten ergänzten sich auf wunderbare Weise. Gerade die künstlerischen Ansätze halfen, unsere Spielfreude und Veränderungslust zu wecken. Für unseren Prozess als Gruppe haben wir gelernt: Wenn wir uns von Leichtigkeit und Humor leiten lassen, kommen wir in die Kraft, in der Neues organisch entstehen kann. So gingen wir tief genährt mit vielen Inspirationen einige Wochen später in unser zweites Treffen.
Die Elemente, die sich bereits im ersten Lern-Laborherauskristallisiert hatten, wurden nun in Kleingruppen vertieft und verwoben. Es begleitete uns stets das Bewusstsein, dass auch die mehr-als-menschliche Natur Teil unseres Prozesses ist. In Guggisberg unterstützte uns der Laubbach spürbar, unsere Ideen zusammenfliessen zu lassen. Genauso wie die hoch über dem Kulturhof Nennigkofen kreisenden Milane uns halfen, immer wieder eine Vogelperspektive einzunehmen.



Gegenseitig erinnerten wir uns, genügend Pausen zu machen, um gut hinhören zu können, was im Entstehen ist. Bewusst haben wir uns Zeit zum Verarbeiten gelassen. Um wirklich Neues entstehen zu lassen, mussten wir lernen, Vertrautes loszulassen und nicht an dem festzuhalten, was wir bereits kannten und konnten. So öffnete sich ein Raum für Ko-Kreation und spontanes Entstehen.
Ein bisschen haben wir uns selbst gewundert, dass am Ende unseres zweiten Lern-Labors schon ein Prototyp für ein neues Workshop Format entstanden war.
Dieses werden wir in den nächsten Wochen testen und weiter verbessern.

Wir halten Euch gerne auf dem Laufenden darüber, was wir weiter lernen dürfen. Bald werden wir hier auch konkrete Einblicke in die inhaltlichen Elemente dieser Workshop-Ideen geben.
